Wirtschaft Aktualisiert Mai 2026

InnoStartBonus Sachsen 2026 – 1.050 Euro pro Monat für Gründer im Freistaat

Auf einen Blick

Der InnoStartBonus ist die zentrale Gründungsförderung des Freistaats Sachsen für innovative Existenzgründungen. Pro Antragsteller zahlt die Sächsische Aufbaubank 1.050 Euro pro Monat über bis zu 12 Monate, plus 150 Euro Kinderzuschlag pro unterhaltspflichtigem Kind. Auswahlpartner ist futureSAX. Nächste Bewerbungsfrist: 13. April 2026.

Tech-Startup in Sachsen mit modernem Labor-Büro
Tech-Startup in Sachsen mit modernem Labor-Büro. Bild: KI generiert

Sachsen hat die Gründungsförderung in den letzten Jahren spürbar ausgebaut. Mit dem InnoStartBonus haben Gründerinnen und Gründer im Freistaat die Möglichkeit, ein Jahr lang an ihrer innovativen Geschäftsidee zu arbeiten, ohne ihren Lebensunterhalt aus eigener Tasche oder über Nebentätigkeiten finanzieren zu müssen.

Anders als reine Hochschulstipendien wie EXIST oder Junge Innovatoren steht der InnoStartBonus allen Personen offen, die ihren Hauptwohnsitz in Sachsen haben und ein innovatives Vorhaben verfolgen. Eine Hochschulanbindung ist nicht erforderlich.

Dieser Artikel erklärt die Förderkonditionen, das Wettbewerbsverfahren über futureSAX und die wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Bewerbung.

Was ist der InnoStartBonus?

Der InnoStartBonus wurde vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr aufgelegt und wird über die Sächsische Aufbaubank umgesetzt. Den Auswahlprozess organisiert futureSAX, die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen.

Das Programm zielt auf innovative, nachhaltige Existenzgründungen mit klarem Innovationsbeitrag. Es wird im Wettbewerbsverfahren vergeben: Bewerber reichen Ideenpapiere ein, eine Jury wählt die förderwürdigen Vorhaben aus.

Bewilligungsstelle und Auswahlpartner

Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank (SAB) in Dresden. Auswahlpartner ist futureSAX GmbH, die im Auftrag des Freistaates die Innovationsplattform betreibt. Aktuelle Informationen, Bewerbungstermine und das Ideenpapier-Formular finden Sie auf futuresax.de.

Wer kann den InnoStartBonus beantragen?

Das Programm steht allen volljährigen Personen mit Hauptwohnsitz in Sachsen offen, die eine innovative Geschäftsidee verfolgen. Bei Teams müssen alle Mitglieder die Voraussetzungen einzeln erfüllen.

  • Volljährige natürliche Person mit Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen
  • Geplantes Unternehmen mit Sitz in Sachsen (Eintragung nach Bewilligung)
  • Innovative, nachhaltige Geschäftsidee mit Skalierungspotenzial
  • Maximal drei Personen pro Gründungsvorhaben
  • Bei Antragsbewilligung noch keine vollzogene Unternehmensgründung
  • Keine parallele Vollzeitbeschäftigung oder existenzsicherndes Bundesstipendium

Hauptwohnsitz nicht Nebenwohnsitz

Die Förderbedingung lautet ausdrücklich Hauptwohnsitz, nicht Nebenwohnsitz. Wer in Sachsen nur einen Zweitwohnsitz hat, kann den InnoStartBonus nicht beantragen. Der Hauptwohnsitz muss zum Zeitpunkt der Antragstellung und während der gesamten Förderdauer in Sachsen liegen.

Wie hoch ist die Förderung?

Die monatliche Förderung beträgt 1.050 Euro pro Person. Bei unterhaltspflichtigen Kindern werden zusätzlich 150 Euro pro Kind und Monat gezahlt. Eine Sachkostenpauschale ist nicht vorgesehen; das Programm finanziert ausschließlich Lebenshaltungskosten.

KonstellationStipendium/MonatLaufzeitMaximalsumme
Einzelperson ohne Kinder1.050 Euro12 Monate12.600 Euro
Einzelperson mit 1 Kind1.200 Euro12 Monate14.400 Euro
Einzelperson mit 2 Kindern1.350 Euro12 Monate16.200 Euro
Zweier-Team ohne Kinder2.100 Euro gesamt12 Monate25.200 Euro
Dreier-Team ohne Kinder3.150 Euro gesamt12 Monate37.800 Euro

Die Auszahlung erfolgt monatlich auf das persönliche Konto des Antragstellers. Bei Teams werden die Beträge separat überwiesen. Sozialversicherungsbeiträge sind aus dem Stipendium selbst zu tragen.

Krankenversicherung im Voraus regeln

Stipendiaten sind nicht über ein Arbeitsverhältnis krankenversichert; sie müssen sich freiwillig gesetzlich oder privat versichern. Der Mindestbeitrag in der GKV lag 2025 bei rund 220 Euro pro Monat. Im Einzelfall kann eine Familienversicherung über Ehepartner oder Eltern (bei Studierenden bis 25) eine günstige Lösung sein.

Wie verläuft das Wettbewerbsverfahren?

Bewerber reichen ihr Vorhaben in einem Online-Fragebogen bei futureSAX ein. Eine Jury bewertet die Eingaben, lädt die besten Vorhaben zum Pitch ein und entscheidet anschließend über die Vergabe.

  1. 1

    Online-Ideenpapier bei futureSAX einreichen

    Reichen Sie zum jeweiligen Stichtag ein Online-Ideenpapier über futuresax.de ein. Das Formular umfasst Fragen zur Geschäftsidee, zum Innovationsbeitrag, zum Markt und zum Team. Die Eingabe sollte präzise und prägnant sein.

  2. 2

    Vorauswahl durch Jury

    Eine Jury aus Wirtschaftsexperten, Gründern und Investoren bewertet die eingereichten Ideenpapiere. Die besten Bewerbungen werden zum Pitch eingeladen. Vorauswahlbenachrichtigungen erfolgen typischerweise drei bis vier Wochen nach Stichtag.

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    Pitch in Dresden oder Leipzig

    Eingeladene Bewerber präsentieren ihre Idee in einem persönlichen Pitch von zehn Minuten. Anschließend stellt die Jury Fragen zu Markt, Geschäftsmodell und Umsetzungsplan. Die Pitch-Tage finden in Dresden oder Leipzig statt.

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    Förderentscheidung und SAB-Bewilligung

    Nach den Pitch-Tagen entscheidet die Jury über die zu fördernden Vorhaben. Die SAB stellt formal den Bewilligungsbescheid aus. Vom Stichtag bis zum Beginn der Förderung vergehen in der Regel zwei bis drei Monate.

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    Auszahlung und Begleitung durch futureSAX

    Die SAB überweist die Mittel monatlich. Während der Laufzeit nehmen Stipendiaten an Vernetzungsterminen, Workshops und Mentoren-Sessions teil, die futureSAX organisiert. Quartalsweise sind Zwischenberichte fällig.

Welche Vorhaben werden gefördert?

Der InnoStartBonus ist branchenoffen, hat aber einen klaren Schwerpunkt auf innovativen und nachhaltigen Vorhaben. Klassische Geschäftsmodelle ohne Innovationscharakter sind in der Regel nicht förderfähig.

  • Tech-, Digital- und Software-Startups
  • Künstliche Intelligenz und datenbasierte Produkte
  • Cleantech, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Geschäftsmodelle
  • Life Science, Medizintechnik und digitale Gesundheit
  • Industrie 4.0, IoT und vernetzte Produktion
  • Sozialunternehmen mit klarem Wirkungsmodell

Die Innovationskraft kann sich auf Produkt, Verfahren, Geschäftsmodell oder Vertriebsweg beziehen. Wer einen klar erkennbaren Beitrag zu wirtschaftlicher Innovation in Sachsen leisten kann, hat gute Chancen auf eine Förderung.

Anschlussfinanzierung in Sachsen

Nach den 12 Monaten InnoStartBonus stehen klassische Anschlussförderungen offen. Sachsen verfügt über ein dichtes Netz an SAB-Programmen und privaten Investoren.

Anschlussstationen

Sächsisches Mittelstandsdarlehen, Bürgschaftsbank Sachsen, Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen für stille Beteiligungen, Technologiegründerfonds Sachsen, Bundesförderprogramme wie ERP-Gründerkredit StartGeld und INVEST-Zuschuss für Wagniskapital. futureSAX vermittelt aktiv weitere Kontakte.

Häufige Fragen zum InnoStartBonus

Wie hoch ist der InnoStartBonus 2026?

Pro Antragsteller zahlt die Sächsische Aufbaubank 1.050 Euro pro Monat über bis zu 12 Monate. Pro unterhaltspflichtigem Kind kommen 150 Euro pro Monat hinzu. Bei einem 12-monatigen Förderzeitraum erreicht eine Einzelperson ohne Kinder eine Förderhöhe von 12.600 Euro; bei zwei unterhaltspflichtigen Kindern sind es 16.200 Euro.

Wer kann den InnoStartBonus beantragen?

Antragsberechtigt sind natürliche Personen ab 18 Jahren mit Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen, die sich selbstständig machen wollen. Pro Gründungsvorhaben können sich Einzelpersonen oder Teams aus bis zu drei Personen bewerben. Das Unternehmen muss bei Auszahlung seinen Sitz in Sachsen haben.

Welche Geschäftsideen werden gefördert?

Gefördert werden innovative, nachhaltige Gründungsvorhaben aus allen Branchen. Schwerpunkte sind Tech, Digitalisierung, Life Science, KI, Cleantech und nachhaltige Geschäftsmodelle. Klassische Geschäftsmodelle wie Einzelhandel ohne Innovationscharakter werden in der Regel nicht gefördert.

Wie funktioniert die Auswahl?

Die Förderentscheidung erfolgt im Wettbewerbsverfahren. Antragsteller reichen zu festen Stichtagen ein Ideenpapier über das Online-Portal von futureSAX ein. Eine Jury aus Wirtschaftsexperten und Gründern wählt die Vorhaben aus und entscheidet über die Vergabe.

Bis wann kann ich mich 2026 bewerben?

Die nächste Bewerbungsfrist endet am 13. April 2026. Pro Jahr finden mehrere Bewerbungsrunden statt; die Termine veröffentlicht futureSAX auf futuresax.de. Der Förderzeitraum beginnt typischerweise zwei bis drei Monate nach Bewerbungsschluss.

Wer ist Bewilligungsstelle?

Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank (SAB). futureSAX GmbH koordiniert den Auswahlprozess im Auftrag der SAB und ist die zentrale Anlaufstelle für inhaltliche Fragen. Die SAB prüft formal und überweist die Mittel monatlich.

Kann ich neben dem Stipendium arbeiten?

Eine Teilzeitbeschäftigung von wenigen Stunden pro Woche ist zulässig. Eine Vollzeitbeschäftigung oder ein parallel laufendes existenzsicherndes Stipendium führen zur Ablehnung. Die Stipendiaten sollen sich vollständig auf ihr Gründungsvorhaben konzentrieren können.

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