Sachsen verfügt über einen großen Bestand an älteren Wohngebäuden. Während der Plattenbaubestand in den Großstädten Dresden, Leipzig und Chemnitz oft schon saniert wurde, gibt es im ländlichen Raum noch viele Eigenheime, die energetisch nicht zeitgemäß sind. Die Sächsische Aufbaubank (SAB) unterstützt mit der Modernisierungsförderung.
Das Programm ergänzt die SAB Familienwohnen-Förderung für den Erwerb von Wohneigentum. Damit deckt der Freistaat alle Phasen der Eigentumsbildung ab.
Die folgenden Abschnitte zeigen, was 2026 förderfähig ist und wie der Antrag bei der SAB läuft.
Was ist die SAB Modernisierungsförderung?
Die SAB Modernisierungsförderung ist ein zinsverbilligter Förderkredit für die Modernisierung von selbstgenutztem Wohneigentum in Sachsen. Träger ist die Sächsische Aufbaubank (SAB), die zentrale Förderbank des Freistaats mit Hauptsitz in Dresden.
Sächsische Aufbaubank Dresden
Die SAB ist die zentrale Förderbank des Freistaats Sachsen. Sie betreut Wohnraum-, Wirtschafts-, Innovations- und Infrastrukturförderung. Sitz ist Dresden, weitere Beratungsstellen in Leipzig und Chemnitz.
Förderfähige Maßnahmen
- Wärmedämmung von Außenwänden, Dach, Kellerdecke
- Heizungsmodernisierung (Wärmepumpe, Pellet, Hybrid)
- Fenster- und Außentürenaustausch
- Photovoltaik und Solarthermie
- Barrierefreie Anpassungen
- Sicherheitsausstattung
Antrag vor Beauftragung
Wer Aufträge erteilt oder Material bestellt, bevor die Förderzusage vorliegt, ist nicht antragsberechtigt.
Konditionen 2026
| Parameter | Wert | Hinweis |
|---|---|---|
| Maximaler Kreditbetrag | bis 100.000 Euro | pro Wohneinheit |
| Auszahlung | 100 Prozent | kein Disagio |
| Laufzeit | bis 35 Jahre | flexibel |
| Zinsbindung | 15 oder 20 Jahre | lange Zinssicherheit |
| Tilgungsfreie Anlaufjahre | bis 5 Jahre | optional |
| Mindestinvestition | 10.000 Euro | pro Maßnahme |
Mit BEG kombinieren
Die SAB-Modernisierung lässt sich mit der KfW BEG kombinieren. Der KfW-Kredit 261 mit Tilgungszuschuss und der BAFA-Heizungszuschuss von bis zu 70 Prozent ergänzen sich gut.
Wie beantrage ich die Förderung?
- 1
Sanierungsfahrplan erstellen
Beauftragen Sie einen BAFA-zertifizierten Energieeffizienz-Experten.
- 2
Hausbank wählen
Sparkassen und Volksbanken in Sachsen kennen das SAB-Verfahren.
- 3
Antrag einreichen
Selbstauskunft, Einkommensnachweise, Sanierungsfahrplan, Kostenvoranschläge.
- 4
Förderzusage abwarten
Bearbeitungsdauer 6 bis 12 Wochen.
- 5
Modernisieren und Nachweis
Endabrechnung mit Rechnungen einreichen.

Häufige Fragen zur SAB Modernisierungsförderung
Was ist die SAB Modernisierungsförderung?
Die SAB Modernisierungsförderung ist ein zinsverbilligter Förderkredit der Sächsischen Aufbaubank für die energetische Sanierung selbstgenutzten Wohneigentums in Sachsen. Sie ergänzt das Familienwohnen-Programm der SAB für den Erwerb. Die Förderung deckt energetische, barrierefreie und werterhaltende Maßnahmen ab.
Wie hoch ist das Darlehen?
Bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit. Der Förderzinssatz wird taggenau bei Antragstellung verbindlich festgelegt und liegt deutlich unter dem Marktdurchschnitt. Die Auszahlung erfolgt zu 100 Prozent. Eine Kombination mit BEG-Bundesprogrammen und BAFA-Zuschüssen ist möglich.
Welche Maßnahmen werden gefördert?
Förderfähig sind Wärmedämmung, Heizungstausch, Fenstertausch, Photovoltaik, barrierefreie Anpassungen und Sicherheitsausstattung. Bei energetischen Sanierungen wird ein Sanierungsfahrplan eines BAFA-Experten empfohlen, der über das BAFA mit 50 Prozent bezuschusst wird.
Wer ist anspruchsberechtigt?
Eigentümer von selbstgenutztem Wohneigentum in Sachsen mit mittlerem Einkommen. Die Bruttoeinkommensgrenzen orientieren sich am sächsischen Wohnraumförderungsgesetz. Familien mit Kindern werden bevorzugt gefördert. Die Selbstnutzung muss erhalten bleiben.
Welche Konditionen gelten?
Die Laufzeit beträgt bis zu 35 Jahre, mit bis zu fünf tilgungsfreien Anlaufjahren. Die Zinsbindung erstreckt sich über 15 oder 20 Jahre, was lange Zinssicherheit gibt. Sondertilgungen sind außerhalb der Zinsbindung möglich.
Wo stelle ich den Antrag?
Der Antrag wird bei der SAB in Dresden gestellt, in der Regel über eine durchleitende Hausbank. Vor Maßnahmenbeginn muss die schriftliche Förderzusage vorliegen. Sparkassen und Volksbanken in Sachsen kennen das SAB-Verfahren.
