Landesleistung Bayern Aktualisiert Mai 2026

Bayerisches Familiengeld 2026 – 250 Euro pro Kind

Das Bayerische Familiengeld ist eine einkommensunabhängige Landesleistung des Freistaats Bayern. Es beträgt 250 Euro pro Monat und Kind und wird vom 13. bis zum vollendeten 36. Lebensmonat des Kindes gezahlt. Seit 2025 läuft es aus: Für Kinder ab Jahrgang 2025 gibt es keine bayerische Familienleistung mehr. Das als Ersatz angekündigte Kinderstartgeld wurde gestrichen, bevor es jemals ausgezahlt wurde.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • 250 Euro/Monat je Kind (300 Euro ab dem dritten Kind), einkommensunabhängig
  • Laufzeit: 13. bis 36. Lebensmonat des Kindes (maximal 24 Monate)
  • Nur für Kinder mit Geburtsdatum vor dem 1. Januar 2025
  • Kein gesonderter Antrag nötig, wenn Elterngeld in Bayern beantragt wurde
Bayerische Familie mit Kleinkind im sonnigen Garten
Das Bayerische Familiengeld zahlt 250 Euro monatlich vom 13. bis zum 36. Lebensmonat – gilt aber nur noch für Kinder, die vor dem 1. Januar 2025 geboren wurden. Bild: KI generiert

Was ist das Bayerische Familiengeld?

Das Bayerische Familiengeld ist eine freiwillige Sozialleistung des Freistaats Bayern, die seit 2018 Familien mit kleinen Kindern unterstützt. Es ersetzt die frühere Kombination aus Betreuungsgeld und Landeserziehungsgeld und wird vom Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) ausgezahlt.

Die Leistung ist nicht einkommensabhängig. Sie steht allen Familien zu, die ihren Hauptwohnsitz in Bayern haben und für ein Kind das Elterngeld bereits bezogen haben oder beziehen, unabhängig davon, ob beide Elternteile berufstätig sind oder ob ein Elternteil zu Hause bleibt.

Rechtsgrundlage ist das Bayerische Familiengeldgesetz (BayFamGG). Im November 2024 hat der Bayerische Ministerrat beschlossen, das Familiengeld für Kinder ab Jahrgang 2025 durch ein einmaliges Kinderstartgeld von 3.000 Euro abzulösen. Dieses Kinderstartgeld wurde später gestrichen und nie ausgezahlt, sodass für die Jahrgänge ab 2025 keine Landesleistung übrig bleibt. Zuständige Behörde ist das Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS).

Höhe und Bezugsdauer 2026

Das Bayerische Familiengeld wird für maximal 24 Monate vom 13. bis zum vollendeten 36. Lebensmonat des Kindes gezahlt. Die Höhe ist gestaffelt nach Kinderzahl:

KindMonatlicher BetragBezugsdauerGesamtleistung
1. und 2. Kind250 Euro24 Monate6.000 Euro
Ab 3. Kind300 Euro24 Monate7.200 Euro
Beginn der Zahlung13. LebensmonatNach Ablauf des 1. Lebensjahres
Ende der Zahlung36. LebensmonatVollendung des 3. Lebensjahres

Für Kinder ab Jahrgang 2025 gibt es gar nichts mehr

Das Bayerische Familiengeld wird ausschließlich noch für Kinder gewährt, die vor dem 1. Januar 2025 geboren wurden. Für jüngere Kinder gibt es keine bayerische Familienleistung. Das angekündigte Kinderstartgeld von 3.000 Euro wurde gestrichen, bevor der erste Jahrgang anspruchsberechtigt war. Bestehende Ansprüche laufen regulär bis zum 36. Lebensmonat aus, der Bestand endet damit spätestens Ende 2027.

Voraussetzungen für das Bayerische Familiengeld

Die Leistung ist an folgende Bedingungen geknüpft:

  • Das Kind wurde vor dem 1. Januar 2025 geboren.
  • Der Hauptwohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt liegt in Bayern.
  • Das Kind lebt im Haushalt des Antragstellenden.
  • Der Antragstellende hat Elterngeld erhalten oder Anspruch darauf.
  • Es wird nur von einem Elternteil Familiengeld bezogen (kein Splitting auf beide Elternteile möglich).
  • Es besteht kein Bezug von Elterngeld durch denselben Elternteil im selben Monat für dasselbe Kind (außer ElterngeldPlus).

Das Familiengeld ist vollkommen einkommensunabhängig. Es spielt keine Rolle, wie hoch das Haushaltseinkommen ist oder ob ein Elternteil berufstätig ist. Auch Selbständige, Beamte und Gutverdienende haben Anspruch, sofern die sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind.

Antragstellung beim ZBFS

Wer in Bayern Elterngeld beantragt hat, muss keinen separaten Antrag auf Familiengeld stellen. Der Elterngeldantrag gilt automatisch auch als Familiengeldantrag, wenn das Kind vor dem 1. Januar 2025 geboren wurde.

  1. 1

    Elterngeldantrag stellen (falls noch nicht erfolgt)

    Wer Elterngeld beantragt, beantragt gleichzeitig das Familiengeld. Kein weiterer Schritt nötig.

  2. 2

    Separaten Antrag stellen (ohne Elterngeld)

    Wer kein Elterngeld bezieht, stellt den Online-Antrag beim ZBFS unter www.zbfs.bayern.de frühestens 3 Monate vor Beginn des 13. Lebensmonats.

  3. 3

    Nachweise beifügen

    Geburtsurkunde des Kindes, Meldenachweis (Hauptwohnsitz Bayern) und Elterngeld-Bescheid (sofern vorhanden) beilegen.

  4. 4

    Rückwirkende Zahlung beachten

    Geht der Antrag verspätet ein, wird rückwirkend nur für die letzten drei Lebensmonate vor Antragmonat gezahlt.

Tipp: Stellen Sie den Antrag spätestens im 13. Lebensmonat. Geht er später ein, verlieren Sie rückwirkend bis zu mehrere Monate Familiengeld. Bei einem verspäteten Antrag im 15. Monat erhalten Sie z. B. nur noch Familiengeld ab dem 14. Monat (ein Monat rückwirkend).

Verhältnis zum Elterngeld und zu anderen Leistungen

Das Bayerische Familiengeld beginnt in der Regel, wenn das Basiselterngeld ausläuft. Da Basiselterngeld maximal bis zum 14. Lebensmonat gewährt wird, kann es eine kurze Überschneidung geben. ElterngeldPlus kann parallel zum Familiengeld bezogen werden, da es den halben Basiselterngeld-Betrag zahlt.

Das Familiengeld wird nicht auf das Grundsicherungsgeld und nicht auf die Sozialhilfe angerechnet. Damit steht es auch Familien mit sehr geringem Einkommen in voller Höhe zu. In Kombination mit dem Kinderzuschlag und dem bundesweiten Kindergeld ergibt sich für Bayern-Familien in den Kleinkinderjahren eine vergleichsweise gute finanzielle Absicherung.

  • Keine Anrechnung auf Grundsicherungsgeld (SGB II)
  • Keine Anrechnung auf Sozialhilfe (SGB XII)
  • Kombinierbar mit ElterngeldPlus
  • Kombinierbar mit Kindergeld und Kinderzuschlag
  • Keine Einkommensgrenze nach oben

Das Kinderstartgeld: angekündigt, halbiert, gestrichen

Der Bayerische Ministerrat hatte im November 2024 beschlossen, das Familiengeld und das Krippengeld zu reformieren. Für Kinder ab dem Geburtsjahrgang 2025 sollte an die Stelle der monatlichen Zahlungen eine einmalige Zahlung von 3.000 Euro zum ersten Geburtstag treten. Gegenüber den bis zu 6.000 Euro, die eine Familie über 24 Monate Familiengeld erhalten konnte, war das bereits eine Halbierung.

Ausgezahlt wurde das Kinderstartgeld nie. Das Kabinett hat es gestrichen, bevor der erste Jahrgang anspruchsberechtigt wurde. Das Sozialministerium begründet das damit, dass die Mittel vollständig in die Stärkung der frühkindlichen Bildung und Betreuungfließen sollen, Ministerpräsident Söder mit dem Satz „Betreuungsplatz vor Direktzahlung“. Für Eltern, die mit den 3.000 Euro bereits geplant hatten, ist das eine echte Lücke: Wer ein Kind im Jahr 2025 oder später bekommen hat, erhält in Bayern keine Landesleistung. Familien, die das Familiengeld noch beziehen, sind davon nicht betroffen, ihre Ansprüche laufen regulär bis zum 36. Lebensmonat aus.

Prüfen Sie Angaben zum Kinderstartgeld kritisch: Zahlreiche Ratgeberseiten führen die 3.000 Euro bis heute als bestehende Leistung, teilweise mit Antragshinweisen. Maßgeblich sind die Angaben des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales und des ZBFS.

Häufige Fragen zum Bayerischen Familiengeld

Wie hoch ist das Bayerische Familiengeld 2026?
Das Bayerische Familiengeld beträgt 250 Euro pro Monat und Kind. Ab dem dritten Kind werden 300 Euro monatlich je Kind gezahlt. Es ist einkommensunabhängig und wird nicht auf andere Sozialleistungen wie Grundsicherungsgeld angerechnet. Die Leistung läuft aus: Sie gilt nur noch für Kinder, die vor dem 1. Januar 2025 geboren wurden.
Für welche Kinder gilt das Bayerische Familiengeld noch?
Das Bayerische Familiengeld wird ausschließlich für Kinder gewährt, die vor dem 1. Januar 2025 geboren wurden. Für jüngere Kinder gibt es keine bayerische Familienleistung mehr. Als Ersatz war ein einmaliges Kinderstartgeld von 3.000 Euro zum ersten Geburtstag angekündigt, es wurde jedoch gestrichen, bevor der erste Jahrgang anspruchsberechtigt wurde. Nach Angaben des Sozialministeriums fließen die Mittel stattdessen vollständig in die frühkindliche Bildung und Betreuung.
Wie lange wird das Bayerische Familiengeld gezahlt?
Das Familiengeld wird vom 13. bis zum vollendeten 36. Lebensmonat des Kindes gezahlt, also für maximal 24 Monate. Es schließt damit nahtlos an den Zeitraum an, in dem Elterngeld bezogen werden kann, und überbrückt die Zeit bis zum Krippenalter.
Muss ich einen gesonderten Antrag auf Familiengeld stellen?
Wer in Bayern Elterngeld beantragt hat, muss in der Regel keinen separaten Antrag auf Familiengeld stellen. Der Elterngeldantrag gilt gleichzeitig als Antrag auf Bayerisches Familiengeld, sofern das Kind vor dem 1. Januar 2025 geboren wurde und Elterngeld bewilligt wird. Wer kein Elterngeld bezieht, stellt den Antrag beim Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS).
Kann Familiengeld und Elterngeld gleichzeitig bezogen werden?
Ja. Das Bayerische Familiengeld kann neben dem Elterngeld (auch ElterngeldPlus) bezogen werden, da es erst ab dem 13. Lebensmonat beginnt. Basiselterngeld und Familiengeld überschneiden sich dabei nur, wenn das Elterngeld über den 12. Lebensmonat hinaus in Form von ElterngeldPlus gezahlt wird. In diesem Fall ist eine parallele Auszahlung beider Leistungen möglich.
Wird das Bayerische Familiengeld auf Grundsicherungsgeld angerechnet?
Nein. Das Bayerische Familiengeld wird weder auf das Grundsicherungsgeld (SGB II) noch auf die Sozialhilfe (SGB XII) angerechnet. Es steht Familien unabhängig von ihrem Einkommen und ihrer Vermögenssituation zu, solange sie ihren Hauptwohnsitz in Bayern haben und die übrigen Voraussetzungen erfüllen.

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